untitled | yvi @ the vision
Daria Bignardi - Meine sehr italienische Familie.

Ich möchte mich bei vorablesen herzlich für dieses Rezensionsexemplar bedanken.

Klappentext

Als ihre Mutter Giannarosa stirbt, erinnert sich Daria an die Geschichte ihrer Familie: An die leidenschaftliche Liebe ihrer Eltern, die sich 1944 im Bombenhagel kennenlernen.
An ihren Vater Vico, der seine beiden Töchter vergöttert, wie es nur ein italienischer papà tun kann.

Sehnsuchtsvoll und leidenschaftlich, liebevoll und mit einem Augenzwinkern erzählt Daria Bignardi vor allem von der Liebe zwischen Mutter und Tochter, die stärker ist als alle Konflikte.


Die Autorin

Daria Bignardi wurde 1961 im italienischen Ferrara geboren und ist heute eine der angesehensten Fernsehjournalistinnen ihres Landes. Mit ihrer Familie lebt sie heute in Mailand und der Tod ihrer Mutter Giannarosa war es, der sie dazu bewegte, ihren ersten Roman niederzuschreiben.

Persönlicher Eindruck

Daria Bignardis Meine sehr italienische Familie erscheint als Roman nach dem Tod ihrer Mutter und ist fast so etwas wie eine Hommage an diese. In ihm arbeitet eine Tochter Teile der Vergangenheit auf. Erinnerungen an ihre Kindheit, ihr Heranwachsen, die Eigenarten der italienischen Eltern, die Einzelfacetten der breit gefächerten Verwandtschaft und vor allem die immense Liebe, die sie ein Leben lang vor allem von ihrer Mutter erfahren hat.

Es liest sich nicht wie ein fiktiver Roman, sondern wie ein sehr persönlicher Tagebucheintrag voller Glück und Tränen. Mich hat schon eine Weile kein Buch mehr so berührt wie dieses Daria Bignardis.
Vielleicht liegt es ja daran, dass ich selbst aus einer großen Einwandererfamilie komme und nach dem Tod meiner beiden Großeltern die Gefühle der Autorin für mich sehr präsent sind ... Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass sie zu schreiben und den Leser damit zu berühren weiß, jedenfalls haben mich die knapp 190 Seiten des Buches in einem Fluss mit sich mitgerissen. Ich hab mich verloren in den Erinnerungen an die vielen Großeltern, Onkel, Tanten und Cousinen und das Lächeln, das sich zwischen den Zeilen versteckt, wenn man wieder an diese zurückdenkt. Es ist keine Distanz in diesem Buch, sondern alles sehr persönlich, sehr ehrlich und fast so, als würde man mit einer alten Freundin über ihr vergangenes Leben reden.

Was Daria Bignardi gelungen ist, ist die Berührung.
Für mich ein sehr gelungener, schön zu lesender Roman einer talentierten Schriftstellerin.

/
11.8.10 20:30
 


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