untitled | yvi @ the vision
Gillian Flynn - Finstere Orte.

Ich möchte mich bei vorablesen herzlich für dieses Rezensionsexemplar bedanken.

Klappentext

Sie war sieben, als die Schüsse fielen. Als sie in die kalte Nacht hinauslief und sich versteckte. Als ihre Mutter und ihre beiden Schwestern umgebracht wurden. Als ihre Zeugenaussage ihren Bruder für immer hinter Gitter brachte.

Jetzt, 25 Jahre später, ist aus Libby Day eine verbitterte, einsame Frau geworden, deren Leben eigentlich keines mehr ist. Doch inzwischen gibt es Leute, die an der Schuld ihres Bruders zweifeln. Libby muss noch einmal ihre Vergangenheit aufrollen:
Was hat sie in jener verhängnisvollen Nacht wirklich gesehen? Ihre Erinnerungen bringen sie in Lebensgefahr – so wie damals.


Die Autorin

Gillian Flynn wurde in Kansas City geboren und wuchs in dieser Stadt auf. Nach ihrer Arbeit als Journalistin und TV-Kritikerin lebt die Autorin heute zusammen mit ihrem Ehemann Brett Nolan und einer riesigen schwarzen Katze namens Roy in Chicago.

Persönlicher Eindruck

Libby Day ist kein Sonnenscheinmädchen, sie war es nie. Nachdem ihre Familie in einer eiskalten Nacht auf den 3. Januar hin grausam ermordet wurde, verlief auch ihr weiteres Leben nach überschatteten Mustern.
25 Jahre später holt ihre Vergangenheit sie wieder ein. Was ist in jener Nacht damals wirklich geschehen? Hat Libby wirklich das gesehen, was sie zu sehen glaubte?

Eigentlich bin ich kein großes Fan dieses Genres, aber Gillian Flynns neuester Thriller hat mich ziemlich beeindruckt. Ich habe bis in die späten Nachtstunden hinein gelesen, habe Schullektüre und andere Dinge vernachlässigt, weil ich wissen musste, was letztendlich wirklich geschehen war. Schlecht geschlafen habe ich dennoch, weil mir die Geschichte noch im Kopf herumging.

Flynn hat eine solide Spannung aufgebaut und ich mag diese Art von verzweigten Familiengeschichten, die sich nach und nach auflösen. Der Perspektivensprung zwischen der heutigen Libby und Patty und Ben in jener Nacht war für mich ebenfalls gelungen, man hatte so den Blick auf viele Facetten mehr, was die Ereignisse anbelangt.

Flynn hat ziemlich detaillierte Charaktere entworfen, sie bleiben im Kopf, sind nicht oberflächlich. Diese Liebe zum Detail zeugt von künstlerischer Liebe eines Autors.

Insgesamt eine runde Sache und ein guter Thriller, den ich mit 3 Sternen bewerten möchte. Für mich war er kein wirklicher Überflieger, aber schöne Lesestunden hatte ich dennoch.

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13.8.10 14:56
 


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