untitled | yvi @ the vision
Birne sucht Helene - Carsten Sebastian Henn.

Ich möchte mich bei vorablesen herzlich für ein Rezensionsexemplar dieses bezaubernden Buches bedanken.

Klappentext

Kochst du noch oder knutschst du schon?

Paul versteht die Frauen nicht. Ob er als Held am Herd bessere Chancen hätte? Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen.
Paul legt los. Er verbrennt sich die Finger, die Hose und die halbe Küche. Dann lädt er seine Traumfrau zum Essen ein. Und die Flammen schlagen hoch.


Der Autor

Carsten Sebastian Henn wurde 1973 in Köln geboren, der Stadt, in der auch Birne sucht Helene spielt. Vor diesem Roman veröffentlichte er bereits Wein- und Hundekrimis und ist heute soweit, selbst einige der ungewöhnlichsten Weine Deutschlands zu keltern.

Persönlicher Eindruck

Ich möchte meine Eindrücke zu diesem Roman niederschreiben, solange sie noch frisch sind. Jetzt, wo ich es gerade beendet habe, sitze ich noch immer lächelnd an meiner Rezension und fühle mich irgendwie ... Gut damit. Birne sucht Helene war ein unglaublich schönes Buch voller Humor und Glücksmomente.

Angefangen bei den beiden Hauptcharakteren und ihrer noch-nicht-so-ganz-Liebe zueinander. Eli mag Paul und Paul liebt Eli, eigentlich erscheint alles ganz einfach. Doch da sind eben auch noch Pauls Schüchternheit im Umgang mit den Frauen und Elis liebenswerte Zerstreutheit, die sie davon abhält, ihre Glückszahlen in der Umgebung des sympathisch-unbeholfenen Mannes von der KFZ-Zulassungsstelle zu finden. Dabei sind sie doch so wichtig und sie dort kein gar so seltener Besucher ... Bei all den miesen Verkehrsschildern, die sich ihrem moosblauen oder sumpfgrünen Auto in den Weg stellen.

Was das Buch für mich ganz besonders gemacht hat, war Henns mitreißendes Gespür für Humor. Ich musste noch bei keinem Buch sooft lachen, wie es mir bei diesem passiert ist, und das rechne ich ihm sehr hoch an. Ganz egal, ob sich Paul von seiner Oma Gerti Liebes- und stellenweise auch Kussratschläge holen muss ("Es ist nicht so, als ob man einen Napf ausschleckt, mein Jung."), er bei einem Telefonat mit Elis homosexuellem besten Freund Löschi von der teufelswilden Katze seines Kumpels angefallen wird oder Eli sich gleich zu Anfang der Geschichte - ganz weibliche Protagonistin - einen nicht mehr ganz so tollen Gebrauchtwagen aufschwatzen lässt, der Humor Carsten Sebastian Henns zog sich ohne Durststrecken durch das ganze Buch hindurch und offenbarte dadurch nicht nur eine schöne Geschichte, sondern auch sympathische Charaktere. Mit Frauen wie Eli in ihren Blumenstickereienkleidern, bunten Ringelschals und Ponchos wäre man gerne befreundet, Männer wie Paul würde man gerne so lassen, wie sie sind, und einfach küssen. Es erscheint einem beim Lesen irgendwie alles gar nicht so kompliziert, wie das wirkliche Leben einem tagtäglich vorzuspielen versucht.

Mit Unvorhersehbarkeit konnte die Geschichte für mich nicht auftrumpfen, aber sie kommt so liebenswert des Weges, dass es für mich keinen Kritikpunkt darstellt. Ich habe sie gerne gelesen und wäre der Schluss nicht so gewesen, wie er nun mal war, hätte ich mich als Leserin um mein Happy End betrogen gefühlt.

So verdient der Roman für mich seine Spitzenwertung und noch ein Augenzwinkern für besonders schöne Lesestunden dazu.

Ich habe mir ganz fest vorgenommen, irgendwann für einen besonderen Menschen Birne sucht Helene zu kochen, ganz nach dem Vorbild Paolo Birnbaums.

17.8.10 21:48
 


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