untitled | yvi @ the vision
Winterfluch (October Daye 1) - Seanan McGuire.

Mein herzlicher Dank geht an den Verlag Egmont Lyx, der mir durch ein Leseexemplar von Winterfluch die Rezension dieses so magischen Buches erst ermöglicht hat.

Klappentext

October Daye ist ein Wechselbalg, Tochter eines Menschen und einer Feenfrau. Einst verlor sie alles, was ihr lieb war, und seitdem meidet sie Menschen und Fae gleichermaßen. Als in San Francisco eine Fürstin der Fae ermordet wird, gerät Tobys Leben erneut aus den Fugen. Durch einen Fluch, den die Fürstin mit ihrem letzten Atemzug ausstößt, ist Toby verpflichtet, die rätselhaften Umstände ihres Todes aufzuklären. Kann sie dies nicht erfüllen, ist ihr eigenes Leben verwirkt ...

Die Autorin

Seanan McGuire wurde in Martinez, Kalifornien, geboren.
Neben ihrer Leidenschaft für die Schriftstellerei ist sie zudem als Musikerin und Comic-Zeichnerin tätig.

Persönlicher Eindruck

Winterfluch war mein kurzer Ausflug in ein Genre, welches normalerweise nicht zu meinen Lieblingsorten zählt:
ein Mord in einer magischen Umwelt, Feen und Zauberwesen, Schussverletzungen und Heilungen mit Undinen-Wasser ...
Die Verbindung von Kriminalität und Fantasy liegt mir wenig und auch Seanan McGuires Debüt konnte daran letztlich nichts verändern.

Dabei war October Daye in ihren Ansätzen gelungen:
Ich mochte die kleinen Fae-Spielereien, mit denen magische Spinnennetze vor Türen aufgespannt und Ohren rundlich geformt wurden, ich mochte die niedlichen Rosenkobolde, die an Igel erinnern und mit ihren Stacheln wackeln, ich mochte die Atmosphäre, die in Tobys altem Heim die Vorherrschaft führte - düster, wenig einladend, aber authentisch und dicht.
Es waren die kleinen Nebenfacetten, die mich am Winterfluch am meisten überzeugten, aber die Haupthandlung konnte dieses Versprechen nicht halten. Zu langatmig erschien mir die ganze Geschichte, die sich irgendwann nur noch in einen zähen Brei aus Schüssen, Verletzungen, Kämpfen, anschließenden Heilungen und nicht vollständigen Genesungen verwandelte, die sich immer und immer wiederholten, ohne dem Leser etwas Neues oder für den Verlauf Wichtiges zu verraten. Die Geschichte zog sich künstlich in die Länge, wurde langatmig, während der Schreibstil selbst überladen blieb. Zu meinem Lieblingsfall ist er nicht geworden.

Ich glaube nicht, dass mir etwas schmerzlich gefehlt hätte, wenn Winterfluch von mir ungelesen geblieben wäre. Doch die Geschichte war nett und magisch, sie konnte mich phasenweise unterhalten und vor allem gab sie mir neben einem wunderschönen Cover ein Zitat mit auf den Weg, das ich verinnerlichen und lieben lernen konnte. Devins Worte:

"Wir müssen strahlend hell brennen,
wenn wir nicht ewig brennen können."


/
9.1.11 13:17
 


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