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City of Bones (Chroniken der Unterwelt) - Cassandra Clare.

Mein herzlicher Dank gilt dem Arena - Verlag, der mir durch ein Leseexemplar dieses so fantasievollen Buches eine Rezension erst ermöglicht hat.

Klappentext

Es sollte ein ganz normaler Abend in New York City werden. Doch dann wird die fünfzehnjährige Clary im Pandemonium-Club Zeugin eines Mordes. Drei Teenager, über und über mit Tattoos bedeckt, verschwinden durch den Hinterausgang. Und zurück bleibt - nichts. Die Leiche hat sich einfach in Luft aufgelöst.
Clary ahnt noch nicht, dass sie das erste Mal mit den Schattenjägern zusammengetroffen ist, die sich dem Kampf gegen die Dämonen der Stadt verschrieben haben. Aber nicht einmal vierundzwanzig Stunden später sieht es so aus, als ob ausgerechnet Clary eine ganz besondere Rolle in dem gefährlichen Spiel der Unterwelten einnimmt.
Kann Clary den Schattenjägern und allen voran dem gut aussehenden Jace wirklich trauen?


Die Autorin

Cassandra Clare wurde im Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Da ihre Familie ständig umzog, wurden Bücher ihre besten Freunde.
Sie lebt mit ihrem Freund und ihren zwei Katzen in Brooklyn, New York.
City of Bones ist ihr Debüt.

Persönlicher Eindruck

Cassandra Clare entführt uns in ihrem Debüt City of Bones (die Folgebände heißen City of Ashes / Glass / Fallen Angels / Lost Souls / Heavenly Fire) in eine weit verzweigte Welt der Fantasie:

In ihr treten Schattenjäger - ausgebildete Kämpfer mit von Zauberrunen übersäter Haut - in einem Kampf gegen die Geschöpfe der Nacht an, gegen Werwölfe, Vampire und Dämonen.
Als die fünfzehnjährige Clary bei einem Besuch des Nachtclubs Pandemonium in ihre Welt hineingezogen wird, ahnt sie noch nichts davon, dass auch sie Schattenjägerblut in sich trägt.
Sie weiß noch nicht, dass sie ihre Mutter in den nächsten Tagen an einen grausamen Entführer verlieren wird, den es nach dem Kelch der Engel gelüstet - einer Zauberwaffe, mit der er endgültig alles angeblich Böse in der Welt auslöschen kann ...

Ich habe die 500 Seiten von City of Bones innerhalb von nur 2 Wochen ausgelesen, denn die Geschichte selbst war interessant und spannend:
Der düstere Jace brachte Spannung und Charme in die Ereignisse, mit Clary und ihrer verlorenen Verwirrung im Angesicht der sich überschlagenden Ereignisse konnte man sich als junges Mädchen gut identifizieren. Alec und Isabelle mischten die Geschichte durch ihre jugendliche Energie und die Freundschaft zu Jace auf und brachten Dialoge in Gang, die ich immer sehr gerne und amüsiert gelesen habe. Wenn Cassandra Clare eines großartig gelungen ist, dann ist es die Schlagfertigkeit, die all ihre Romandialoge durchzogen und mich nicht selten zum Schmunzeln gebracht hat.

Dennoch glaube ich nicht, dass es einem Buch gut tut, wenn ihm der Hype vorauseilt. Ähnlich war es auch mit City of Bones:
Clares Romandebüt war DER Geheimtipp in diversen Literaturforen. Und obwohl ich die Geschichte mit Interesse gelesen habe, blieb sie für mich dennoch auf einem sehr jugendlichen Level der Vorhersehbarkeit. Oft hat Clare den einen oder anderen Handlungshinweis zuviel gegeben, der dann die Spannung des Unerwarteten aus der Geschichte genommen hat.

Für mich bleibt City of Bones dennoch ein Buch, das ich gerne gelesen habe, denn ich fand in ihm Unterhaltung und Freude. Dass Cassandra Clare darüber hinaus auch noch ernstere Themen wie Homosexualität, Rassissmus und Religion anzuschneiden wusste, ist in meinen Augen nur ein weiterer Pluspunkt für die noch so junge Autorin. Insbesondere Jace' Monolog von Seite 265 hat mich tief beeindruckt:

"Man könnte es auch so formulieren", sagte er und schob zwei zwei Messer in seinen Gürtel. Das schwache Licht, das durch die Buntglasfenster fiel, zeichnete farbige Quadrate auf sein Gesicht. "Mein Vater hat an einen gerechten Gott geglaubt. Deus lo vult!, so lautete sein Motto, Gott will es. Das war der Wahlspruch der Kreuzfahrer, die hinaus in den Kampf zogen und abgeschlachtet wurden, genau wie mein Vater. Als ich ihn in seinem eigenen Blut liegen sah, wusste ich, dass ich zwar nicht aufgehört hatte, an Gott zu glauben, aber daran, dass es ihn interessierte. Möglicherweise gibt es einen Gott, Clary, und möglicherweise auch nicht. Aber ich denke nicht, dass das eine Rolle spielt. So oder so sind wir auf uns allein gestellt."

Für Gedanken dieser Art habe ich mich schon ein wenig in den düsteren und herzensguten Jace Wayland verliebt. Genau das war auch der Grund, warum mich das Ende nicht wirklich glücklich gemacht hat ... Aber wenn man ein wenig in den Inhaltsangaben der Folgebände bei Amazon stöbert, erfährt man, dass wohl doch noch nicht alle Hoffnung verloren ist. Ich bin gespannt und werde mich bald überraschen lassen.

In meinen Augen ist Clare hier ein sehr solides Abenteuer in der Welt der Fantasie gelungen, das ich gerne gelesen habe. Den Vorwurf, sie habe abgekupfert, kann ich nicht ganz sehen:
Gerade in diesem Genre ist es schwer, etwas vollkommen Neues zu machen, denn sie alle waren im Laufe der Jahrhunderte schon mal da - Vampire, Werwölfe, Elfen, Hexenmeister, Dämonen und ihre Jäger. Dass da auch City of Bones einige Parallelen zu den Vorstellungen aufweist, die uns als Kindern begegnet sind - Vampire haben spitze Eckzähne und Werwölfe verwandeln sich bei Vollmond - sieht für mich eher nach Natürlichkeit und Zufall aus. Meiner Freude an der Geschichte hat dies jedenfalls keinen Abbruch getan.
Ich bin gespannt, welche Verzweigungen die Folgebände wohl mit sich bringen werden ...

/
17.7.11 22:06
 


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