untitled | yvi @ the vision
Zurück auf Glück - Patricia Marx.

Mein herzlicher Dank gilt vorablesen, die mir durch ein Leseexemplar dieses Buches eine Rezension erst ermöglicht haben.

Klappentext

"Wally ist der perfekte Mann."
"Perfekt ist nicht mein Typ."

Imogene Gilfeather, eine erfolgreiche, leicht neurotische Dessous-Designerin aus New York, ist an Liebe und Romantik wenig interessiert. Dann tritt Wally Yez in ihr Leben, und er ist sich sicher:

Er ist für Imogene bestimmt. Nach dem ersten Kuss und anderen Komplikationen werden Imogene und Wally ein Paar. Hält das Glück, was es verspricht?


Die Autorin

Patricia Marx war als Texterin für Saturday Night Live tätig und arbeitete als erste Frau für den Harvard Lampoon, eine Satire-Zeitschrift der Harvard Universität. Sie veröffentlichte Artikel in The New York Times, Vogue und The Atlantic Monthly, heute schreibt sie regelmäßig für The New Yorker. Für ihr erstes Buch Him Her Him Again The End of Him war sie für den Thurber Prize for American Humor nominiert. Seit Herbst 2011 unterrichtet Patricia Marx Drehbuch an der Princeton Universität.

Persönlicher Eindruck

Die Leseprobe versprach eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, vielleicht sogar fast ein modernes Märchen. Ich mochte den ungewöhnlichen Erzählton am Anfang sehr, mochte die Bilder, mochte das Kurze und Knappe und schnell Erzählte.

Letztendlich enttäuschte Zurück auf Glück aber auf ganzer Linie. Selten würde ich über Bücher sagen, sie zu lesen wäre pure Zeitverschwendung gewesen, sinnlos. Dieses hier zählt dazu.

Ich war schnell genervt von der Oberflächlichkeit, die sich durch Patricia Marx' Geschichte zog. Außer ihrer Tätigkeit als Dessous-Designerin zeichnete Imogene nicht viel aus, bei Wally war es mit seiner Verschrobenheit als Wissenschaftler ähnlich. Die Autorin erwähnte sich selbst in ihrem Buch bald öfter als ihre Protagonisten, was nach dem 733630936. Mal nur noch abgehoben wirkte. Es interessierte mich selten, was "Patty" über ihre Protagonisten dachte. Fast so wenig interessierte mich, was diese so taten. Die anfängliche Kennenlernphase von Wally und Imogene war noch ganz nett zu lesen, er ist ja doch ganz niedlich gewesen in seiner etwas verschobenen Hartnäckigkeit. Als sich die beiden jedoch kriegten und dann auch noch anfingen, Kinder zu bekommen und diese groß zu ziehen (und dabei doch verdammt viel Ähnlichkeit mit den Simpsons aufwiesen, das eine Kind vollkommen verdorben, das andere die totale Überfliegerin), driftete die Geschichte endgültig ins Lächerliche ab. Sie gab mir nichts mit auf den Weg, gar nichts. Sie langweilte mich nur in ihrem starren Versuch, modern und hip zu klingen, denn das war sie nicht. Patricia Marx hatte eigentlich nichts zu erzählen. Zurück auf Glück ist für mich damit nichts weiter als ein Beispiel dafür, wie eigentlich gute Ideen an ihrer eigenen Umsetzung scheitern.

"Dann müssen wir eben länger leben, Wally."

/
1.10.12 21:57
 


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