untitled | yvi @ the vision
Das Lächeln der Frauen - Nicolas Barreau.

Ein sanfter Roman über die Liebe und die Umwege, die sie gelegentlich nimmt.

Klappentext

Die Restaurantbesitzerin Aurélie hat Liebeskummer:

Von einem Tag auf den anderen wurde sie von ihrem Freund verlassen. Unglücklich streift sie durch Paris und stößt in einer Buchhandlung auf einen Roman, der gleich in den ersten Sätzen nicht nur ihr Lokal, sondern auch sie selbst beschreibt. Natürlich möchte Aurélie den Autor kennenlernen, doch der ist leider sehr menschenscheu, erzählt der Lektor des französischen Verlags. Aber Aurélie gibt nicht auf ...


Der Autor

Nicolas Barreau soll ein Pseudonym sein, deswegen sei an dieser Stelle wenig über den eigentlichen Autor - oder die Autorin? - dieses Buches gesagt.

Persönlicher Eindruck

Ich trat mit hohen Erwartungen an Das Lächeln der Frauen heran. Was der Roman hatte, waren durchaus sympathische Protagonisten:

Aurélie war eine Frau, mit der man sich identifizieren konnte. Man spürte ihren Kummer, als sie in eine leere Wohnung zurückkam und das einzige, was sie von ihrem Freund noch vorfand, ein Abschiedsbrief und ein vergessenes Pyjamaoberteil unter dem Kopfkissen waren. Man freute sich auf Treffen mit ihrer optimistischen, starken Freundin Bernadette. Man fand sich in ihrem Eifer wieder, mit dem sie nach dem Autor des Buches suchte, das ihr das Leben gerettet hatte, so sagte es sich zumindest Aurélie.

Auch André Chabanais, der auf Aurélie zunächst ein bisschen grob und unfreundlich wirkende Lektor der Éditions Opale, hatte seinen Reiz. Mehr als einmal musste ich über seinen doch eher schwarz angehauchten Humor schmunzeln, der sich konstant durch die Buchseiten zog. Ich mochte ihn mehr noch als Aurélie.

So hatte das Lächeln der Frauen durchaus seine Sternstunden. Die Nebencharaktere waren sehr liebevoll gezeichnet - beeindruckt hat mich hier vor allem die starke kleine Elisabeth Dinsmore, die Aurélie zufällig auf einem Friedhof kennenlernt (einer gestohlenen Gießkanne sei Dank!) und die vor Elan und Lebenslust auch mit über 80 nur so sprüht - doch dies war für mich auch die eigentliche Stärke des Buches, denn der Plot an sich begeisterte mich nur mäßig. Zwar spürte man zwischen den Zeilen die tiefe Liebe, die den Autor mit dem Schreiben und mehr noch mit der Stadt Paris verband, aber die ganzen Irrungen und Wirrungen der Geschichte und der Liebe waren dann doch etwas vorhersehbar und stereotyp. Sanft zu Frauenherzen, romantisch und wie im Bilderbuch, aber auf diese Weise auch ab und an langweilend. Dem Roman fehlte es stellenweise an Pepp, Aurélie nervte mich in ihrer verklärten Weltsicht mehr als einmal. Das macht das Buch nicht schlecht, im Gegenteil:

Ich las es gerne und ich verbrachte schöne Stunden damit. Aber ihm fehlten die Überraschungsmomente und die Knalleffekte, die das Leben zu dem machen, was es letztlich ist - echt.

/
29.5.13 16:55
 


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