untitled | yvi @ the vision
Aschenputtels letzter Tanz - Kathleen Weise.

Ein Thriller in sanft.

Klappentext

Grauer Nebel liegt über dem Moor, als Harpers Cousine Elsa überfallen wird. Ein Aschenputtelzitat - das ist die einzige Spur, die der Täter bei der jungen Tänzerin hinterlassen hat. Während die Polizei fieberhaft nach ihm fahndet, geht die Angst in dem kleinen Städtchen um. Nur Harper will nicht tatenlos abwarten. Sie beginnt Fragen zu stellen und schwebt bald selbst in Gefahr. Denn der Täter hat schon das nächste Opfer im Visier ...

Die Autorin

Kathleen Weise, geboren 1978, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und war viele Jahre ehrenamtlich als Mitarbeiterin des Literaturbüros Leipzig e. V. tätig, Schwerpunkt Jugendarbeit. Der erste Besuch als Kind in einem Moor ist ihr unvergessen geblieben, und es war nur eine Frage der Zeit, bis sich diese verwunschene, mystische Landschaft in einem ihrer Bücher findet.

Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Leipzig.

Persönlicher Eindruck

Aschenputtels letzter Tanz hatte wirklich etwas von einem dunklen Märchen:

Das Moor als Schauplatz entfaltete seine Wirkung und Anziehung, so greifbar wusste Kathleen Weise es zu beschreiben. Prinzessinnen und Schneewittchen, Feen und Monster waren ihre Protagonisten, wo Gut und Böse aufeinander trafen. Die Buchseiten selbst waren sehr liebevoll gestaltet, verschnörkelt und verziert, und auch die Moderne schlich sich in Form von Zeitungsausschnitten und abgedruckten Mails immer mal wieder in die Geschichte hinein.

Ich las Weises Buch gerne, aber ich bin wohl doch ein bisschen älter als die eigentlich angedachte Zielgruppe. Ich kam schnell hinter des Rätsels Lösung und war zwar angetan von der Düsternis des Moores, aber zu keinem Moment so gebannt, wie ich es von einem guten Thriller erwarte. Dies war eher die sanfte, abgewandelte Baby-Version eines solchen - für eine jüngere Zielgruppe ist das aber auch vollkommen legitim. Ich denke, dass Mädchen sich gut mit Harper, Elsa oder Nina identifizieren und für den schönen Tobi schwärmen können, wenn dessen graue Augen sich auf die Welt richten, auf der Suche nach Antworten auf längst gestellte Fragen und aufgeworfenen Geheimnisse. Für jemanden, der keine 15 mehr ist, verliert das Buch Jahr um Jahr seinen Reiz, denke ich.

Dennoch halte ich es für solide und in seinen Grundzügen schön.

/
2.6.13 19:32
 


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